Darwin nach Frazer Island via Ayers Rock

Donnerstag, 27.10.2011

Juhu liebe Familie, Verwandte, Freunde, flüchtige Bekannte und Feinde aus dem schönen Schwabenland, ja wir sind noch am Leben.

Unser Aufenthalt in Darwin mit Jacky und Maderon aus Bayern stellte sich als witzig aber teuer heraus, deshalb wollten wir ursprünglich am 16. September Darwin verlassen und in den Kakadu National Park fahren, aber unser Auto machte mal wieder Zicken. Diesmal war das Differntialgetriebe undicht. Also haben wir unsere Karre in die Werkstatt gebracht und sind mit den Bayern nochmal in den Litchfield National Park gefahren. Dort haben wir dann Nachmittags an den Wasserfällen rumgealbert und Abends ein fettes BBQ aufgefahren. Am Sonntag haben wir dann noch in Maderon's Geburtstag reingefeiert und wurden um 1 Uhr von den Rasensprenklern von allen Seiten attackiert. Wir konnten aber alle 5 nacheinander durch strategisches Vorgehen und gezielte Schüsse ausschalten. Außerdem wurde uns das bayrische Kartenspiel Herzeln beigebracht, und so wurde jeden Abend Kartengespielt.

Als wir dann am 21 September unser Auto abgeholt  hatten und weitere 600 Dollar ärmer waren sind wir mit den Bayern in den Kakadu National Park gefahren. Erster Stop war der Gunlom Wasserfall, der nicht nur am Fuß des Wasserfalls einen Pool hat, sondern auch ganz oben in 120m Höhe. Dort kann in den Pools gemütlich relaxen und die Aussicht über den National Park genießen. Zum Campen sind wir dann zum Maguk Campground gefahren, wo wir uns erstmal 2.5kg Rinderbraten zubereitet haben und den Bayern das Gaigeln beigebracht haben. Morgens sind wir dann zum Maguk Pool gewandert und haben ein erfrischendes Bad genommen.

Nach unserer Plantscherei sind wir 150 km zu den Twin Falls gefahren, wo wir bei völlig schwülen und heißen Wetter ca. 3 Stunden zum Wasserfall gewandert sind. Dann mussten wir 20 km Offroad zurück zum Campground fahren und wir begrüssten die dort befindlichen Duschen mit kühlem Wasser.

Am nächsten Morgen sind wir dann die 20km Offroad wieder zurück in den National Park gefahren, um uns die Jim Jim Falls anzuschauen. Leider hatte der Wasserfall kein Wasser, dafür aber mal wieder einen großen Pool mit kühlem Wasser. Nach dem Bad sind wir dann weiter zum Cahills Crossing aufgebrochen, wo man wilde Salzwasserkrokodile beobachten kann und wo es ins Arnem-Land geht. Leider hatten wir an diesem Tag kein Glück, worauf wir zum Ubirr-Fels gefahren sind, wo man sich viele Felsmalereien der Aboriginies anschauen kann. Außerdem hat man von dem Felsen eine wunderschöne Aussicht über die grüne Sumpflandschaft, was wir so noch nie gesehen hatten in Australien. Abends konnten wir kaum schlafen, weil ca. 500 Moskitos an unserem Innenzelt klebten und rein wollten um uns aufzufressen. Am nächsten Morgen hatten wir dann Glück am Cahills Crossing und wir sahen einige große Salzwasserkrokodile, aber aus sicherer Entfernung :)

Am Sonntag den 25 September hatten wir dann noch ne geile Abschiedsparty in Pine Creek im Lazy Lizzard Pub und später noch auf nem Parkplatz mit den Bayern, weil sich dann ab morgen unsere Wege trennen würden.

Am 27 September sind wir dann aufgebrochen zu unserem höllen Trip zum Uluru oder Ayers Rock in der Mitte von Australien. Höllentrip deshalb, weil es von Pine Creek zum Uluru und dann zur Ostküste über 5000 km sind. Dazwischen gibt es nicht viel zu sehen und so sind wir die Strecke in knapp 5 Tagen gefahren. Das hieß mehr als 12 Stunden Auto fahren jeden Tag, um 1000 km weit zu kommen. Das machte überhaupt keinen Spass und unsere Ärsche taten ziemlich weh. Ausserdem hatten wir uns an unserer üblichen Musik schon totgehört und so war auf dem 5000 km Marathon die große Hitparade der Volkmusik angesagt mit Dieter Thomas Kuhn, Udo Jürgens, Jürgen Drews, usw.. Auf dem weg zum Uluru haben wir auch an einer absolut bizarren Kutlkneipe dem Daily Waters angehalten, die Bilder sprechen für sich selber denke ich.

Der große rote Felsen in der Mitte von Australien war wirklich Sehenswert, besonders bei Sonnenuntergang, wenn er innerhalb einer halben Stunde ständig seine Farbe von hell- zu dunkelrot wechselt.

Am 30. September sind wir dann endlich in Cairns an der Ostküste angekommen und haben direkt einen Caravanpark angefahren um unsre Wäsche zu waschen und uns von unserer Marathonfahrt zu erholen. Nach 3 Tagen ausgiebigen Relaxen in unseren Hängematten haben wir unseren Tauchkurs in Cairns bei Pro-Dive gebucht und wir hatten dann ab Freitag 5 Tage was zu tun. In dem Caravan Park haben wir auch Benny aus Weilheim/Teck und Albi aus Waiblingen kennengelernt, wie klein die Welt doch ist. Der Tauchkurs war der absolute Hammer. Wir waren zwei Tage im Tauchcenter für die Theorie und Praxisübungen im Pool und dann 3 volle Tage auf einem Boot am Great Barrier Reef. Unser Tauchlehrer war vom Bodensee und wie der Rest von der Crew wirklich cool drauf. Das Tauchen am Great Barrier Reef war für uns wirklich ein Highlight. Beim Tauchen ist man wie schwerelos und es ist total faszinierend solange Unterwasser zu bleiben. Wir hatten viel Spass und haben viele bunte Korallen und Fische sowie Schildkröten und Haie gesehen.


Nach unserem Tauchkurs sind wir dann am 14.Oktober Richtung Fraser Island über die sogenannten Tablelands aufgebrochen. Die Tablelands sind eine Erhebung ähnlich wie die Schwäbische Alb mit viel Landwirtschaft und einigen Sehenswürdigkeiten. Wir haben uns ein paar Wasserfälle angeschaut und ich bin auf den höchsten Berg Queenslands durch den Regenwald gewandert. Axel konnte leider nicht, weil er lauter Blasen an seinen Elephantenfüssen hatte von den viel zu engen Flossen beim Tauchen.

Unser nächster Stop auf dem Weg nach Fraser Island war bei Airlie Beach bei den bekannten Whitsunday Islands. Dort trafen wir auch unsere bayrischen Freunde wieder und wir hatten einen netten Abend. In Airlie Beach haben wir dann einen 3 tägigen Segelturn gebucht zu den Whitsunday Islands. Wir hatten 3 Tage Regen und Sturm, aber wir hatten eine super Truppe an Bord. Da waren eine  witztige Großfamilie aus der Schweiz, die alle ziemlich musikalisch waren und wir abends zum Gitarrensound des Vaters sangen, ein verückter Holländer, der uns mit holländischer Volksmusik beglückte und drei nette und witzige Mädels Monika aus Polen und Gulia und Irene aus Italien.

Nach unserem Segelturn sind wir dann gut 600 km Richtung Fraser Island aufgebrochen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und nur mit Allradfahrzeugen befahrbar. Normalerweise kostet die Fähre zur Insel schon 120 $, das Permit für den Nationalpark 40 $ und jede Übernachtung nochmal 5 $ pro Nase, aber wir haben nichts davon bezahlt. Die Leute von der Fähre wollten keine Tickets sehen und das Permit und die Übernachtungen muss man im Internet bezahlen und man bekommt dann eine Identifikationsnummer. Das tolle dabei die Nummer bekommt man schon bevor man zahlt und die Ranger auf der Insel haben keinen Computer dabei um es zu kontrollieren. Also wurde Fraser einer unserer billigsten Ausflüge. Auf der Insel haben wir gut 300 km Sandpiste zurückgelegt und so gut wie alles abgeklappert. Darunter war ein riesiges Schiffswrack, mehere Seen und die Regenwälder dort.

Nach Fraser Island haben wir dann noch 3 Tage am Rainbow Beach gecampt, um zu fischen und zu relaxen. Auß lauter Langeweile haben wir uns dann auch noch eine Schaukel gebaut, um uns die Zeit zu vertreiben bevor wir dann Axel's Verwandtschaft in Moutain Creek in der Nähe von Bisbane besuchen würden.

Am 29 Oktober sind wir dann zu Axel's Verwandtschaft Eric und  Kay Hess gefahren, wo wir am Samstag Abend erstmal zum essen eingeladen wurden. Leider ist Kay am Sonntag selber in Urlaub gefahren, aber wir hatten seit Monaten mal wieder ein eigenes bequemes Bett, welches uns am Sonntag ziemlich lange an sich fesselte. Am Montag begann der erste Arbeitstag und wir machten seit langem etwas sinnvolles, nämlich unser Auto auf vordermann bringen. Wir schweißten einen Haltebügel für unsere Surfbretter die wir kaufen würden, reinigten das Auto innen und außen, machten einen Ölwechsel und wechselten die Bremsbeläge. Dies war nur möglich, da Eric auch wenn er schon über 50 Jahre in Australien lebt immer noch ein Schwabe ist und natürlich eine Profiwerkstatt besitzt. In seiner Werkstatt gab es einfach alles und Axel und ich hätten ohne Angst alles in der Werkstatt abschlecken können, weil es sauber und gepflegt war. Eric hat auch fleißig mitgeholfen und uns sehr unterstützt, hier nochmal ein großes Dankeschön und so wie unser Auto jetzt dasteht, werden wir es sicherlich gut verkaufen können in 5 Wochen.

Viel Spass beim lesen und in 2 Monaten sehen wir uns dann eh wieder, dann ist schon wieder 1 Jahr vorbei, aber wir lassen vorher noch mal von uns hören, dann wahrscheinlich von Neuseeland.

Bis die Tage Axel und Homer

Broome to Darwin

Montag, 12.09.2011

Hallo und Gruesse an alle Daheimgebliebenen,

wir sind heute am 12 September in Darwin angekommen und sind damit zurueck in der Zivilistation. Endlich haben wir wieder eine Internet Verbindung und Handyempfang, um unseren Blog zu aktualiesieren und die Eltern anzurufen. Es gibt einiges zu berichten seit der letzten Statusmeldung und wir muessen auch einiges Erledigen hier in Darwin. Wir muessen unseren Flug umbuchen und Axels Onkel hat noch ein paar Wochen Resortaufenthalt aus seinem Time-Sharing-Program uebrig, die er nicht nutzen kann dieses Jahr. Und bevor Sie verfallen duerfen wir sie an der Ostkueste verbraten, wie geil ist das denn.

Als wir nach drei Tagen Aufenthalt am 80 Mile Beach in Broome angekommen sind, mussten wir leider feststellen das alle Caravan Parks ausgebucht waren und das alles schweine teuer war. Zum Glueck gab es einen sogenannten Entlastungs Caravan Park auf dem Gelaende des Schuetzenvereins und wie der Zufall es so will, waren unsere Nachbarn ein Paerchen aus Thueringen mit denen wir vor Monaten in Melbourne auf dem Weingut zusammengearbeitet hatten. Eigentlich hat uns Broome gar nicht so sehr gefallen, aber wir mussten mal wieder unser Auto in die Werkstatt bringen. Diesmal war der Kuehler zu 60% verstopft, was uns weitere 750 Dollar gekostet hat. Also verbrachten wir 1 Woche in Broome und schauten uns unter anderem die Krokodilfarm von Malcom Douglas an. Wir wollten uns mal ein bisschen anfreunden mit den Viehchern, weil die auf der Gibb River Road durch die Kimberlys ueberall Zuhause sind. Ausserdem waren wir einmal zum Abendessen eingeladen bei Trish einer Freundin von Estelle, der Buchautorin die wir in Perth kennengelernt hatten. An dem Abend war auch ein Photograf aus Tasmanien eingeladen, der viele witzige Stories auf Lager hatte und wir einen schoenen Abend hatten mit lecker Essen.

 

Wir wussten zwar, dass es ein wenig schwul war das ganze aber uns wurde der Kamelritt bei Sonnenuntergang  an Cable Beach empfohlen und so buchten wir die Tour im Info Centre. Die huebsche junge Dame, die das fuer uns erledigte wollte auch prompt wissen ob wir ein Paerchen sind und meinte schoen durch die Blume " Das es sehr romantische sei der Sonnenuntergang und so" worauf Axel meinte mit seiner Freundin ja, aber nicht mit seinem Kumpel. Sie war sich dann immer noch nicht ganz sicher und meinte das ich doch ganz gut aussehen wuerde und Axel mir doch eine Chance geben sollte. Darauf meinte Axel nur, das Sie als Frau mich huebsch findet aber er als Mann keine Interesse haette. Daraufhin hat sie es dann geglaubt, dass wir nur Freunde sind, wobei ich mir nach so einem Kompliment schon ueberlegt hatte mit ihr den Kamelritt zu machen. Uns war es dann auch scheiss egal, ob das schwul war oder nicht auf jedenfall wars ne Gaudi.

Nach 1 Woche und einigen geselligen Abenden mit Nico und Katrin aus Thueringen sind wir am 22 August morgens zum Grosseinkauf gefahren, um fuer 2 Wochen Proviant einzukaufen. Vor uns lagen namlich gut 2500 km Feldweg durch die Kimberleys auf der Gibb River Road. Unser erster Stop auf der Gibb River Road war die Windjana Gorge, wo wir auch zum ersten mal sogenannte Freshwater Krokodile oder kurz Freshies in der Natur gesehen haben. Diese Art von Krokodile sind nicht gefaehrlich fuer die Menschen, wenn man sie nicht gerade aergert. Abends gab es "Minesite Curry Chicken mit Sourcream" das war lecker. Ausserdem fuhren wir schon seit ueber 3 Wochen 2 leere Kabadosen durch die Gegend, die die ganze Zeit herausfielen, wenn man die Tuere oeffnete. Mir gingen sie tiersch auf den Zeiger und Axel wollte eigentlich Angelutensilien darin verstauen was er aber nicht machte. An diesem Abend ging es mir dann so auf den Wecker, das ich sie kurzerhand zum Dosentelefon umbaute, das sie wenigstens einen Zweck erfuellten. Und das gute an diesem Telefon ist, das man ueberall Empfang hat, selbst im Bush.

Danach sind wir zum Tunnel Creek, einem Bach der durch einen Berg fliesst und man bei absoluter Dunkelheit huefttief im Wasser steht und 800m durch den Berg im Bachbett laeuft. Danach sind wir zur Leonard Gorge im King Leopold Range National Park gefahren, wo wir dann mal wieder Illegal gecampt haben um Geld zu sparen. Auf unserem Gibb River Road Menue-Plan stand heute "Gorge Gemuese Omlett"

Am naechsten Tag sind wir zur Bell Gorge gefahren, wo wir zwei Adrenalinjunkies von 14m Hoehe in den unten liegenden Pool gesprungen sind. Danach sind wir zur Adcock Gorge gefahren, die nicht sehr einladend war zum Baden, aber wunderschoen ist aufgrund ihres tropischen Aussehens mit vielen Palmen. Gecampt haben wir dann gleich in der Naehe von der Gorge an einem kleinen Bach mit Lagerfeuer und wir haben zum erstenmal unseren gusseisernen Campofentopf benutzt. Zubereitet wurde eine von uns selbst kreierte "Kimberly Lasagne". Eigentlich waren wir schon kurz davor den Topf wegzuschmeissen, weil der nur im Weg war aber ab diesem Tag war er dann jeden Abend im Einsatz und es wurden leckere Sachen gezaubert mit dem Campofen.

Nachste Haltesation war die Galvans Gorge, wo wir von einem Baum gejumpt sind und die Manning Gorge, die zwar 8 Dollar Eintritt gekostet hat aber es auch Wert war. Man musste ca 45 Minuten einem schoenen Pfad durchs Outback wandern bevor man zum Wasserfall und dem riesigen Pool gelangte. Dort konnte man dann von 10m Hoehe in den Wasserfall springen, was wir dann auch mehrmals getan haben. Abends sind wir dann zur Barnett River Campsite gefahren. Auf dem Menueplan stand heute eine "Rough Road Buddy-Pfanne mit Maiskolben".

 Urspruenglich wollten wir dann auf der halben Strecke von der Gibb River Road links abbiegen und gut 500km Richtung Norden fahren weil wir die Mitchell Falls anschauen wollten. Das sind 4 Wasserfaelle mit 4 Pools hintereinander, wo man baden kann und eine tolle Aussicht hat. Dann machte aber unser Auto mal wieder zicken. Es stotterte und zog nicht mehr richtig. Was uns wirklich angekotzt hat und die Stimmung in den Keller stuerzen lies. Wir waren dann beide etwas gereizt und redeten auch nicht mehr viel fuer 2 Tage. Wir haben uns dann entschieden die Gibb River Road durchzuschanzen bis zur naechsten Stadt, um das Auto reparieren zu lassen. Aufgrund unserer stotterten Karre tauften wir das Abendmenue "Grausame Geraeusche Gnoggi mit Garbonarasosse".

Am 26 August sind wir dann in Kunuara angekommen, weil wir am letzten National Park auf der Gibb River Road auch vorbeigefahren sind. Haben dann natuerlich erst einen Termin am Dienstags bekommen in der Werkstatt und mussten somit 4 Tage in Kununara verbringen. Kununara ist eine winzige kleine Stadt in der man eigentlich garnichts machen kann und saemtliche Sehenswuerdigkeiten in ca 2 Stunden abgeklappert sind. Das einzigst gute war, das wir Jacky einen Bayer wiedergetroffen haben mit dem wir dann im Freibad abhaengten und Abends ein paar Bier getrunken haben. Als unser Auto dann endlich in der Werkstatt war, warteten Axel und ich in Buecherei auf den Anruf von der Werkstatt. Ich lass zu der Zeit eine 4WD-Zeitschrift, in der ein Artikel ueber unseren Typ von Auto berichtet wurde. Darin stand das es bei guter Pflege ein sehr gutes Auto ist und das bei ca. 300.000km oft die Zylinderkopfdichtung erneuert werden muss. Unser Auto hat momentan 295.000 km und wir wussten schon das uns diese Reperatur ca 2000 Dollar kosten wuerde. Also kam ein wenig Panik auf, was voellig unbegruendet war. 2 Stunden spaeter war unser Auto fertig. Wir hatten schlechten Diesel bekommen auf der Gibb River Road und unser Dieselfilter war total zu mit Schlamm. Wir waren Gott froh das es nur der Dieselfilter war, die Reperatur und der Service nur 200 dollar gekostet haben und wir endlich weiter konnten.

 Am 31 August sind wir dann zurueck auf die Gibb River Road um in den El Questro National Park zu fahren. Der Park kostete 18 Dollar Eintritt fuer eine Woche und 18 Dollar pro Uebernachtung was ziemlich teuer war. Also buchten wir nur einen Tag und beschlossen am naechsten Tag uns im Bush zu verstecken und irgendwo zu pennen. Wir haben dort verschiedene Off-Road-Tracks gefahren, mehrere Lookouts angeschaut und sind in den Gorges gewandert. Das Beste dort waren aber die Zebedee Springs eine warme Quelle mit 28-32 Grad heissen Wasser vielen kleinen Pools zum abflacken und kleine Wasserfaelle, also ein natuerliches Termalbad.

Am 2 September sind  dann noch in der Amelia Gorge und der Emma Gorge gewandert, was nach gefuehlten 5000 Schluchten in denen wir in letzter Zeit gewandert waren, nicht mehr all zu spektakulaer war und wir langsam die Schnauze voll hatten von Schluchten und Wasserfaelle.

Am 3 September sind wir dann Richtung Halls Creek aufgebrochen, was ca 350 km suedlich von Kununara liegt und wo eine Freudin, die wir in Melbourne beim Traubenpfluecken kennengelernt hatten arbeitete. Zufaelligerweise fuhren  an diesem Tag ein Paerchen aus Frankreich, was mit uns ebenfalls in Melbourne gearbeitet hatte durch Halls Creek. An dem Abend war dann auch gleich noch eine Party in dem Hotel wo Katri aus Estland arbeitete und wir hatten ne tolle Wiedersehens Party dort im Hotel und spaeter noch im Garten eines ansaessigen Elektrikers. Wir blieben dann noch bis Dienstag in Halls Creek und chillten am Caroline Pool mit unseren Freunden ab.

Am Dienstag den 6 September sind wir dann mit den Paerchen aus Frankreich Kiran und Dorain in den Purnulu National Park zu den Bungle Bungles gefahren. In den National Park kommt man nur mit einem 4WD Fahrzeug und es dauert auch bis zu 2-3 Stunden um dort reinzufahren. Dorian und Kiran haben nur einen Combi und deshalb haben wir sie mitgenommen in den Park. Wir hatten 3 wunderschoene lustige Tage in dem Park mit den Zweien. Krian und Dorian sind wirklich witzig und man kann ueber alles mit denen Quatschen. Der National Park ist ebenfalls der Hammer, auf der einen Seite waren  50m hohe schmale Schluchten in denen ein bizarrer Lichteinfall war und auf der anderen Seite war eine Felsformation, die wie riesige bemalte Ostereier aussahen.

Am letzten Abend haben wir dann noch einen Fotoabend abgehalten und in unserem Campofen Popcorn gemacht.

Nach den Bungle Bungles sind wir dann gut 900 km nach Darwin geduest und heangen hier schon seit 4 Tagen wieder mit dem Bayer Jacky rum. Das Beste, als richtiger Backpacker muss man ein Zigeuner sein, deshalb schlafen wir im Auto in einer Nebenstrasse zwischen zwei Hostels und zum Kochen, Duschen und Toilette gehen wir einfach in die Hostels, als wuerden wir dort wohnen.

Die naechsten Tage machen wir uns dann auf den 2500 km langen weg zum Ayers-Rock, dem grossen roten Stein in der Mitte von Australien. Davor geht es aber noch in den Kakadu National Park mit dem Bayer Jacky und seinem Kumpel aus der Heimat der heute ankommt.  Wuenschen euch viel Spass beim lesen und den Bildern, bis die Tage Axel und Homer

 

Perth to Broome

Samstag, 06.08.2011

Nach 2 Monaten sind wir endlich wieder on the road und das ist auch gut so. Wir haben am 28 Juli Perth verlassen und unsre erste Haltestation waren die sogenannten Pinnacles, eine bizarre Ansammlung von bis zu 4m hohen spitz zulaufenden Steinen mitten im Nirgendwo.

Am nächsten Tag sind wir in die Hutt River Province gefahren. Landschaftlich nichts besonderes, aber die Besitzer dieses 44000 Hektar großen Gebietes sind was besonderes. Aus Wut über die Regierung gründete Leonard George Casley eine selbstverwaltende Regierung, was 1970 noch durch eine Gesetzeslücke möglich war. Casley gründete seinen eigenen Staat und ernannte sich selbst zum Prince Leonard of Hutt und seine Frau zu Princess Shirely. Er hat seine eigene Währung, Briefmarken und Reisepässe und eine Staatsbürgerschaft kostet 250 Dollar pro Jahr. Wir haben auch ein Bild dort gesehen, wo er und seine Kumpels in Militärklamotten zu sehen waren mit der Überschrift Hutt River Navy. Also total bekloppt, aber interessant. Ausserdem hat die Regierung immer wieder versucht, die Enklave aufzulösen, aber Prince Leonard hat immer wieder ein Schlupfloch gefunden. So hat er beispielsweise Australien den Krieg erklärt und sich auf die Genfer Konvention berufen, um irgendwelche Regierungsversuche zu umgehen. Seinen Steuerauszug nach 40 Jahren von der Australischen Regierung mit den bezahlten Steuern von 0 Dollar ist natürlich stolz ausgehängt. Wir haben auch mit Princess Shirley geredet, die uns im Jogginganzug herumgeführt und unsre Reisepässe gestempelt hat. Ein- und Ausreise zu gleich versteht sich. Wir durften sogar auf dem heiligen Thron in der Kirche platz nehmen.

Danach sind wir in den nicht all zuweit entferneten Kalbarri National Park gefahren zum Natural Window und anderen schönen Aussichtspunkten.

Weiter auf unserer Fahrt Richtungen Norden und schönem Wetter mussten wir einen einen kleinen 700 km langen Umweg fahren, weil wir zur Shark Bay wollten bei Denham und Monkey Mia, wo die Delphine bis an den Strand kommen. Ausserdem wollten wir in den Fancois Peron Nationalpark gehen, der nur für Allradfahrzeuge zugänglich ist, was ihr auf den Bildern auch gut erkennen könnt warum. Wir haben dort dann auch schon Delphine gesehen und haben erfolgreich geangelt. Axel hat einen 60cm Malloway und ich einen 40 cm irgendwas gefangen. War eine riesen Portion für uns zwei, worauf wir erstmal ein Mittagschläfchen halten mussten. Abends hat Axel dann noch einen 1.3m langen Shovelhead Ray gefangen, was ein ziemlicher Kampf war. Wir haben ihn aber wieder frei gelassen, weil er viel zu groß war für uns zwei und wir hätten 3/4 von ihm wegschmeissen müssen, da wir keinen Gefrierschrank mit uns führen.

Am 2 August sind wir dann nach Coral Bay ans Ningaloo Reef gefahren. Das Ningaloo Reef ist das kleine Great Barrier Reef von Western Australia. Leider sind in den letzten 2 Jahren 2 Zyklone über das Reef gefegt und hat die ganzen Korallen zestört und die Fischpopulation ist auch zurück gegangen. Das hat uns aber nicht davon abgehalten doch schnorcheln zu gehen. In Coral Bay hab ich dann auch meine erste Schildkröte gesehen, was wirklich beeindruckend war. Nach Coral Bay sind wir dann zur Ningaloo Station gefahren, einem riesigen privaten Landbesitz, wo man dirket am Meer campen kann. Wir haben dann für 2 tage am Windabundi Point dirket am Strand gecampt und wir durften sogar ein Feuer machen. Wir haben dort ebenfalls geschnorchelt und gefischt, aber ohne Erfolg. Haben dort ein Pärchen aus München kennengerlernt, die uns auch mal wieder Starthilfe geben mussten, weil wir zu viel Musik gehört hatten und unsre Batterie vom Auto leer war. Eigentlich wolltren wir noch länger beleiben, aber nachts ist dann leider ein Sandsturm über uns hinweggefegt und unser Zelt, Auto und eigentlich alles war voller Sand.

Nach dem Sandsturm sind wir dann weitere 80 km an der Küste entlang in den Cape Le Grand National Park gefahren. Dazu mussten wir eine kleine Flussdurchquerung befahren und sind dann zur Torquoise Bay gefahren, was der absolute Hammer war. Wir sahen viele bunte Fische, Schildkröten die man beim schnorcheln sogar anfassen konnte, kleine Riffhaie und vieles mehr.

Nach dem Schnorcheltrip sind wir dann weiter nach Karratha gefahren, um uns mit Lebensmitteln einzudecken für eine Woche, die wir im Millstream-Chichester und Karijini Nationapark verbringen wollten. Zu dieser Zeit war das Rockheads fest schon voll im gange und wir haben uns richtig angekotzt, das wir nicht dabei sein konnten. Aber wir haben uns ne rießen Kühlbox gekauft für viel kaltes Bier, was die Stimmung dann etwas hebte.

Am Sonntag den 7 August sind wir dann Richtung Millstream Chichester National Park aufgebrochen und zwar entlang der Wartungsstrecke der Bahnlinie für die bis zu 4 km langen Eisenerzzüge. Es lagen mal wieder 300 km Buckelpiste / Feldweg vor uns, aber es hat sich definitiv gelohnt. Nach der langen Fahrt haben wir uns erst mal im Phyton-Pool erfrischt und waren schwer beeindruckt von der Landschaft dort. Man konnte von einem Berg aus kilometerweit sehen und die Aussicht war wie aus einem alten Wildwestfilm. Gecampt haben wir dann am Crossing Pool, wo wir morgens dann auch gleich ein erfrischendes Bad genommen haben um in die Gänge zu kommen. Auf dem Weg dann Richtung Karijini National Park, haben wir uns dann gleich nochmal im Deep Reach Pool gewassert und unser Auto bei diveresen Flussdurchquerungen.

Am 9 August sind wir dann abends im Karijini N.P. angekommen und haben erstmal ein kaltes Bier zu uns genommen, nach weiteren 150 km Buckelpiste. Am nächsten morgen sind wir dann auf große Wanderung und Actiontour gegangen. Als erstes sind wir die Hamersley Gorge hinabgestiegen. Im Karaijini gibt es viele bis zu 100 m tiefe Schluchten, in denen man wandern kann und auch öfters nur durch schwimmen im Flusslauf  oder im Pool weiterkommt. Genau das richtige für uns Klettern, Wandern und Schwimmen. Am meisten Spass hatten wir aber beim Springen von den Klippen in einzelnen Pools dort. das Problem war, das die Pools nur 2.5-3m tief waren und wir von ca. 6-7 m Höhe reinsprangen. Um nicht auf dem Grund einzudetonieren spangen wir also ziemlich flach mit dem Arsch auf die Wasseroberfläche und schon nach einem Tag waren unsere Ärsche grün und blau und taten weh. Wir hatten ne Menge Spass dort und sind jeden Gorge abgelaufen bzw. geschwommen und sind überall hineingesprungen, wo es nur möglich war. Wir haben dort über 700 Bilder geschossen und es sind auch ein paar richtig gute dabei. Wenn man halt kein Profiphotograf ist muss man es über die Menge abdecken.

 

Nach unserem Aufenthalt im Karijini sind wir zur 80 Miles Beach gefahren, was 300 km südlich von Broome liegt. Dort haben wir 3 Tage gecampt und unsre Hängematten ausgepackt und 3 Tage relaxt und unsere Popos auskuriert. Normalweise ist die 80 Mile Beach ein Angelparadis, aber dieses Jahr ist es natürlich wieder mal das schlechteste seit 5 Jahren. Ausser kleine Haie haben wir nichts gefangen. Das Hightlight unseres Aufenthalts war aber ein Konzert auf dem Campingplatz dort. Das Konzert war so schlecht, das es wieder gut war und wir mussten viel Lachen. Der Parkranger war nämlich nicht nur Ranger sondern auch Witzerzähler, Dj, Sänger und Entertainer. Natürlich hatte er vor seinem Auftritt auch schon ein paar Bier gekippt, was zum Schluss dann deutlich merkbar war.

Dann sind wir weiter nach Broome gefahren, eine etwas größere Stadt wo wir uns für die Gibb River Road durch die Kimberlys vorbereiten wollen. Am 21 August brechen wir auf und dann sind wir für die nächsten 3 Wochen nicht mehr erreichbar. Dann hat nur noch unser CB-Funk Empfang oder wir müssen es mit Rauchzeichen probieren.

Perth

Samstag, 25.06.2011

Als wir am 18.Mai beschlossen haben Kalgoorlie, die Mienenhaupstadt zu verlassen, weil sie keinen Job für uns hatten, sind wir gut 600 km an die Südküste nach Esperance gefahren. Esperance ist bekannt für seine wunderschönen weißen Strände und seinem hellblauen Wasser. Die schönsten Strände sind im Le Grande National Park, wo wir zuerst auf den Frenchman Peak gestiegen sind. Auf dem Gipfel hat meine eine wunderschöne Aussicht und eine rießige ausgewaschene Felsgrotte, die wirklich beeindruckend ist. Nach unserer Bergbesteigung sind wir dann mit unserer 4WD-Fahrzeug zur Lucky Bay gefahren. Der Strand und das Wasser sind der absolute Hammer dort. Der weiße Strand ist so fein und weiß, das er sich nicht nur so anfühlt wie Schnee, sondern auch so knistert wenn man drauf läuft, bloß nicht so kalt. Das Wasser war zwar etwas frisch, was uns aber nicht davon abgehalten hat uns in die Fluten zu stürzen.

Am Samstag den 21. Mai sind wir dann weiter nach Albany gefahren. Ebenfalls eine sehr schöne Stadt mit gemütlicher Altsatdt und einigen Sehenswürdigkeiten. Das Highlight des Tages war aber eine öffentliche Dusche mit, man staune warmen Wasser und ein Kinobesuch. Am nächsten Tag haben wir uns dann die Cable Beach, The Natural Bridge und die sogenannten Blowholes angeschaut. Die Blowholes sind wie ein natürliches Dampfstrahlgerät, wobei die Wellen an der Felsbrandung die Luft durch die Klüfte bis etwa 20m oberhalb des Wasserspiegels durch das Gestein drücken und Meerwasser unter hohem Druck durch kleine Löcher entweicht.

 

Am Monatag den 23.Mai waren im Valley of the Giants, wo die australischen Mammutbäume stehen und wo Sie für die Touristen einen Tree Top Walk gebaut haben. Dort kann man in 50m Höhe in den Baumkronen einen Spaziergang machen. Die songenannten Karrji-Bäume, werden bis zu 90m hoch und können einen Fussdurchmesser von 7m erreichen. Sie sind zwar nicht so mächtig wie amerikanischen Redwoods, dafür haben sie eine wunderschöne große grüne Baumkrone. Leider sind die meisten großen Bäume durch verschiedene Waldbrände innen komplett ausgebrannt.

Am Nächsten Tag sind wir dann nach Pemberton gefahren zum Bicenntial Tree ein 75m hoher Karrji Baum mit Aussichtsplattform. Früher wurde er benutzt um Buschfeuer auszumachen und wir haben ihn als Frühstücksplattform missbraucht. Das faszinierendste ist der Aufstieg an den eingelassenen Eisenstäben ohne Sicherung bis auf 75m. Das dies überhaupt in Australien erlaubt ist, ist ein Wunder, weil sonst alles mega safety sein muss.

Anschließend sind wir die nächsten Tage entlang der Küste über Ausgusta, Margret River und Busselton  nach Bunberry gefahren, was 100 km vor Perth liegt. Dort waren wir im Dolphin Centre, wo die  Delphine bis an den Strand kommen. Von dort aus haben wir dann eine Ehepaar angerufen, welches in Perth lebt und uns zu sich nach Hause eingeladen haben. Das Ehepaar haben wir  4 Wochen zuvor in Port Lincoln in South Australia kennengerlernt und nur einen Abend kurz miteinander geredet. Sie sagten aber wir sollen aufjedenfall vorbeikommen und wir dachten uns ein schönes weiches Bett und lecker Essen für 2 bis 3 Tage wär auch mal wieder schön. Haben also Beverlie und Colin Kerr angerufen und sind dann am Freitag den 28. Mai um 16 Uhr bei Ihnen eingezogen. Am Freitag Abend war auch gleich Beverley`s Cousin Kevin und seine Frau Patrice zum essen eingeladen, der uns prompt anbot ihm beim Renovieren seines Hauses zu helfen. Besser konnte es nicht laufen nach der ewigen Jobsuchererei. Freitag angekommen, lecker bekocht worden, auf  den nächsten Tag Arbeit und ein gemütliches Bett. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir zudem noch nicht, dass wir 8 Wochen in Perth bleiben würden.

Das Haus von Kevin stellte sich als 1000m² große Villa heraus, die er seit 30 Jahren immer wieder umbaut. Die Bude ist voll mit antiken Möbeln, Gemälden, Statuen und vielem mehr. An unserem ersten Tag hat Axel den Mörtel für den Maurer Karsten angemacht und ich eine Mauer weggespitzt in der ein Safe eingelassen war. Unser neuer Boss ist ziemlich witzig, meinte am ersten Tag, dass es keine Toilettenpausen gibt und sagt die ganze Zeit wir sollen schneller arbeiten. Kevin hat ne eigene Steuerberaterfirma mit 25 Angestellten und seine Frau hat früher für den Premierminister von Western Australia gearbeitet.

Kevins Villa Kevins Pool Kevins Villa

 Für die nächsten Tage wurden wir dann in die Abteilung Schleifen und Streichen versetzt. 10 Türen und 50m Sockelleisten warteten auf neue weiße Farbe. Das knifflige daran war das ganze mit nur einem fetzen Folie auf neu verlegtem weissem Marmorplatten zu streichen. Den Folie und Klebeband und Böcke auf denen man streichen könnte sind zu teuer. Naja dachten wir uns einfach machen was der Boss sagt und alles ist gut. Kevin sagt uns jeden Tag: "We don't want a good job, we don't want a very good job, we want a perfect job". Und da wir das natürlich mit deutscher Gründlichkeit beherrschen und Kevin sehr zufrieden mit uns ist, wurden wir fast jede Woche zweimal zum essen eingeladen.

Schleifen und StreichenSchleifen und Streichen Schleifen und Streichen 

Die nächste Baustelle, die wir dann anfingen, war einige Mauern auf der Terrasse einzureißen, weil Sie einen Anbau planen um das Haus um 200m² zu erweitern, weil die 800m² zu klein sind für 2 Personen und eine Katze. Kevin hat uns dann auch noch versucht zu erklaeren, wie wir die Mauer einzureissen haben, worauf wir meinten er soll ins Geschaeft gehen und wir machen das auf unsre Art. Er hat dann Abends auch nicht schlecht gestaunt, als der 10 Kubikmeter Container am Abend voll war, weil er fuer den letzten 4 Wochen gebraucht hat.

Steinmassaker von Perth Steinmassaker von Perth 

Als dann waehrend dem einreissen der Mauern ploetzlich der Garten hinterm Haus absolute prioritaet bekam, merkten wir langsam das Kevin ein wenig wahnsinnig ist, was das umbauen seiner Villa angeht. Wir fingen 1000 Baustellen an und machten nichts fertig. Aber er ist der Boss und solange der zufrieden ist und wir unser Geld kriegen, sind alle happy. Also wendeten wir uns dem Garten zu und faellten ca. 10 Baeume und misteten mal richtig aus in dem Jungel, den sein Gaertner hinterlassen hatte. Zuvor sagten wir ihm aber, das wir eine Motorsaege dafuer benoetigten und das wir ausschliesslich mit schwaebischen Praezisionssaegen von Stihl arbeiten wuerden. Kevin hat uns dann auch eine gekauft und wir haben losgelegt.

Die neue Saege Baumfaellen mit Gelaendewagen Baumfaellen mit Gelaendewagen Baumfaellen mit Gelaendewagen Baumfaellen mit Homer

Am 25.juni an Axels Geburtstag, sind in ein deutsches Restaurant lecker essen gegangen und haben koestliches Weizenbier getrunken. War wirklich ein schoener Abend. Leider konnte Axel nicht so gut schlafen, weil ein paar Freunde nicht mit der Zeitumstellung angerufen haben und Axel dann um 4 Uhr morgens Gratulationen entgegennehmen musste. (an dieser Stelle nochmal danke an Maddes und Gina)

  

Da das Steuerjahr in Australien am 30 Juni endet, macht Kevin am 1 Juli immer eine grosse Party fuer seine Klienten und Freunde und wir waren natuerlich auch eingeladen. Fuer diesen Anlass mussten wir erst mal nen Anzug und Schuhe kaufen, um richtig schick auszusehen. Die Party stand fuer uns zwei unter dem Motto "2 Assis" trumpfen auf, weil wir uns unter stinkreichen Klienten, Fernsehproduzenten, Buchautoren und Senatoren tuemmelten mit denen wir ja normalerweise nicht am Wochenende verkehren. Witzig wurde es als wir zwei beschwippste Omis zum Auto bringen mussten, weil sie kaum noch laufen konnten und als unser Chef 2mal auf der Treppe stolperte, weil er bischen betrunken war.

    

 Fuer die nachsten Tage stand dann das sinnloseste Geschaeft aller Zeiten auf dem Programm. Wir durften mit Schaufel und Pickel bewaffnet den Sand von den Wurzeln der Palmen trennen mit einem selbstgebauten Sieb. Kevin wollte uns keinen Bagger mieten und auch keinen neuen Sand kaufen, obwohl das alles billiger gewesen waere als uns das 5 Tage von Hand machen zu lassen.

Naja ist seine Entscheidung. Am 6 Juli hatten wir dann endlich unseren Werkstatttermin fuer unsere Karre. Diesmal war die Dieseleinspritzung kaputt, was uns weitere 1560 Dollar gekostet hat. Wir hoffen, das wir jetzt endlich Ruhe mit der Muehle haben und sie voll durchhaelt, stehen ja schliesslich noch ca. 25.000 km vor uns. Das gute daran war, das wir fuer 2 Tage den 450 SL Mercedes Oldtimer von unserer Chefin bekamen, um zur Arbeit zu kommen.

 

Um unseren Gasteltern, sowie unserem Boss mit Frau, die schwaebische Kultur etwas nahe zu bringen, wurde des oefteren etwas leckeres aber ungesundes aus der schwaebischen Kueche zubereitet.

1. schwaebisches Fruehstuck mit Wurst vom deutschen Metzger in Perth sowie Brezeln und Laugawegga.

2. Nusszopf

 

3. Pfannkuchen

4. Rindsrouladen mi Knoedel und Blaukraut

 

5. Wurstsalat

6.  Flaedlessupp danach Schweinebraten mit Spaetzle, Pommes, Bohnen.

Dieses 5 Sterne Menue wollten wir urspruenglich fuer unsere Gasteltern Bev und Colin und fuer unsere Areitgeber Kevin und Patrice kochen. Aus den urspruenglich 6 Personen wurden dann aber 7, dann 11 und zum Schluss 13 Personen. Ware alles halb so schlimm gewesen, wenn wir eine Spatzenpresse gehabt haetten. Wir mussten aber den Teig durch ein Kochsieb druecken, was ca. 2 Stunden dauerte und ziemlich anstrengend war.

   

Nach etlichem Zertruemmern, Einreissen und Zerstoeren durften wir endlich auch mal etwas aufbauen. Hatten uns schon richtig auf das gusseiserne Gazebo gefreut, bis wir dann feststellen mussten , dass es mit chinesischer Praezision gefertigt wurde. Abstaende der Schraubenloecher varierten naemlich zwischen 8 cm und 9 cm. Was ist schon 1cm im Metallbau. Aus diesem Grund lernte unserer Boss auch ein schwaebisches Schimpfwort wie Heillandsack, weil wir tierisch am Fluchen waren.

So nach 8 Wochen Schufterei, 11 Container Bauschutt mit insgesamt 110 Kubikmeter Inhalt, 70 Tonnen Abbruchmaterial die per Schubkarren 60m zum Container befoerdert werden mussten und 12 gefaellten Baumen geht es am 27 Juli endlich wieder on the Road. Das witzige daran ist das wir ne voelllige Ruine hinterlassen und Kevin freut sich sogar noch darueber. Wenn jetzt alles gut lauft brauchen wir fuer die naechsten 5 Monate nicht mehr arbeiten und es steht nur noch surfen, tauchen, chillen, sonnen, fischen, schwimmen, schnorcheln, wandern und klettern auf dem Tagesprogram. Wir werden jetzt die naechsten Wochen die Westkueste hoch in den Norden fahren. Dort sind ziemlich viele schoene Nationalparks, wie den Karrinji oder den Kimberly National Park.

 

Von South Australia bis Western Australia

Freitag, 20.05.2011

Hi Leute es gibt einiges zu erzählen,

nach Kangaroo Island fuhren wir erst einmal nach Adelaide. Da es in der Großstadt ein wenig schwierig ist im Auto zu schlafen haben wir uns seit langem mal wieder für ein Hostel mit richtigem Bett entschieden. Das lernt man nach einigen Wochen echt wieder zu schätzen :) Adelade ist eine schöne aber auch sehr ruhige Stadt die es sich lohnt mal gesehen zu haben aber mehr finden wir auch nicht. Deshalb waren wir auch nur zwei übernachtungen und dann gings schon wieder weiter. Zum ersten mal getrennt hieß es dann. Ich (Axel) musste dann in den Bundesstaat New South Wales, denn dort ist unser Auto zugelassen und um die Zulassung verlängern zu können (die läuft hier immer nach einem halben Jahr oder max. einem Jahr ab) und dabei nicht unnötig viel Geld auszugeben musste ich dort hin (ca. 500km einfach).

 Adelaide Pelikan Adelaide

Der Homer ist mit nem Freund von uns auf Jobsuche gewesen in der nähe von Adelaide. Da das aber auch nicht von Erfolg gekrönt war haben wir uns dann ein paar Tage später in Mildura wieder zusammengefunden um dort gemeinsam nach Arbeit zu suchen. ABER dann war erstmal Ostern und da geht auch hier nicht viel. Wir haben eine Familie kennengelert die uns bei sich wohnen lies. Mit dem Vater der Famile sind wir dann zur Arbeit gefahren.... und jetzt kommts :) Er arbeitet bei einem Farmer der Tafeltrauben, also die zum essen anpflanzt. Bezahlt wird man per Kiste-> 4$ Er war einverstanden das wir dort für die Osterfeiertage arbeiten. Da auf diesen Reben aber nur noch scheiße hing und man das alles sauberst sortieren und wegschneiden musste haben wir abzüglich Steuer dann tatsächlich für 3,54$ die Stunde gearbeitet und das ganze für 3 Tage. Wow was für ein Zahltag! Beflügelt von dem riesigen erwirtschafteten Lohn haben wir uns weiter nach besserer Arbeit umgesehen, mit nicht allzugroßem Erfolg.

Mutter und Vater der Familie

Ein paar Tage später trafen wir einen deutschen Backpacker der uns erzählt hat das er in Kalgoorlie in Western Australien in ner Goldmiene gearbeitet hat und es recht einfach sei dort einen Job zu finden. Die Mienen hier zahlen richtig gut und deshalb sind wir dann am nächsten Tag auch schon gestartet, ins 3500 km entfernte Kalgoorlie. In Port Lincoln haben wir einen kleinen Zwischenstopp für eine Woche eingelegt und uns in einer Tunfischfabrik beworben. Die Tunfischseason hatte gerade begonnen, also dachten wir dass wir gute Karten haben könnten. Tja falsch gedacht, denn der Hauptabnehmer Japan hat durch den Atom- Gau- Tsunami Dingsbums die Abnahme extrem heruntergefahren. D.h. also für uns kein Job und ne Woche für die Katz gewartet.

irgentwo in South Australiairgentwo in South Australiairgentwo in South Australiairgentwo in South AustraliaCoffin Bay South AustraliaCoffin Bay South AustraliaCoffin Bay South AustraliaCoffin Bay South AustraliaCoffin Bay South AustraliaPort Lincoln

Vor uns lag nun die Nullabor Plain, das ist die einzige Verbindungsstraße von South Australia nach Western Australia. Sie ist über 1500 km lang und so gut wie Unbesiedelt, außer alle 200 km ne Tanke mit Motel und vereinzelt mal ein paar Häuschen ist hier nicht viel. Nur abwechselnd Steppe und buschiges Grasland. Es war anders als erwartet nichteinmal so langweilig und eintönig als wir uns es davor vorgestellt hatten. Es war cool einmal soetwas sehen und erleben zu können was es in Europa so definitiv nicht gibt.

Nullabor PlainNullabor PlainPromilleweg BeurenNullabor PlainNullabor PlainNullabor Plainbequemes Autofahren für ProfisNullabor Plain

Angekommen in Kalgoorlie, natürlich auch an einem Wochenende an dem mit bewerben wieder nix läuft, haben wir uns ein wenig die Gegend angeschaut und waren in der größten Australischen Tagebaumine, der Superpit. Das ist mal ein fettes Loch!

Super Pit Kalgoorlie

Montags hieß es dann bewerben was das Zeug hält. Dies läuft hier alles über sog. Contractors d.h. so ähnlich wie bei uns die Zeitarbeitsfirmen. Eingeschrieben in jedem von diesen Büros warteten wir dann auf irgendwelche Zusagen für was auch immer. Jedes dieser Büros hatte Stellen für Mechaniker sowie LKW Fahrer usw. ausgeschrieben die sie dringend suchten. Nicht schlecht dachten wir weil wir das ja alles schon gemacht haben. Nach ein paar Tagen und keinen Anrufen sind wir dann etws penetranter geworden. Dann haben sie und auch mitgeteilt das Aushilfsjobs im Moment alle vergeben sind und unsere deutschen Qualifikationen und Zeugnisse erkennen sie nicht an. Man braucht für jeden Rotz ne Lizenz die man erst mal machen und natürlich auch bezahlen muss, was sich für uns natürlich nicht lohnt. So gingen dann ziemlich langweilige und frustrierende zwei Wochen rum, bis wir uns dann dachten: ihr könnt uns mal :)

KalgoorlieKalgoorlie

Seit dem 19. Mai sind wir jetzt wieder on the Road und das ist auch gut so. Wir sind auf dem Weg in Richtung schönes warmes Wetter und auch erst wenn wir dort angekommen sind schauen wir uns nach neuen Jobs um. Denn wir haben allmählich die Schnauze voll vom recht frischen Australischen Winter.

Kangaroo Island

Montag, 18.04.2011

8 April- 14 April

Auf unser weiterfahrt haben wir in Victor Harbour haltgemacht und dann im Informationszentrum entschieden, dass wir nach Kangaroo Island fahren. Kangaroo Island ist eine 150 km lange und 45 km breite Insel Suedwestlich von Adelaide. Sie hat viele schoene Straende und National Parks, wo man Kangaroos, Coalas, Voegel und Seeloewen beobachten kann.

Auf unserem Hinweg, haben wir immer wieder beim einkaufen oder an der Tankstelle 3 Frauen aus England getroffen. In Victor Harbour haben wir dann neben ihnen geparkt und eine Nachricht hinterlassen, das wir nach Kangaroo Island fahren. Als wir Abends dann angekommen sind auf unserem reservierten Campingplatz, sind die Maedels 1 Stunde spaeter nachgekommen und wir haben die naechsten 3 Tage  mit ihnen die Insel erkundet.

   

Am Samstag haben wir dann als erstes eine Seeloewentour an der Seal Bay gebucht, was wirklich cool war. Auf dem Weg zum Strand kam ein riesiges Seeloewenmaenchen aus dem Gebuesch gewatschelt und blieb 1 Meter vor uns stehen. Am Strand haben viele kleine Seeloewenbabys gespielt und Moewen aufgescheucht.
Dann wollten wir eigentlich weiterfahren, aber der Bus von den Maedels wollte nicht mehr laufen, weil der Keilriemen von der Wasserpumpe gerissen ist. Mussten dann ewig auf den Abschlepper warten und haben dann erstmal Spaghetti mit Pesto auf der Strasse gekocht.

      

Sonntags waren wir dann Sandboarden, bei Regen in Kombination mit Sandsturm. Peeling gratis, leider tat es ziemlich weh. Danach haben wir eine grosse Tropfsteinhoehle besichtigt.

 

Am Montag waren wir am Admiral Arch, einen riesige von der Natur geschaffener Klippenbogen, wo viele Seeloewen leben. Danach zu den Remarkable Rocks eine bziarre Granitsteinformation, die durch Wind und Sand entstanden sind. Abends haben wir dann an der Snake Laggon gepennt und den Abend gemeutlich ausglingen lassen.

       

 

Am Dienstag morgen sind wir dann 75 km zum Cape Borda gefahren, wo uns ein witziger Tourguide eine Fuehrung gegeben hat. Das Lighthouse Cape Borda ist das einzigste noch mit alter Technik funktionierender Leuchturm, worauf der Tourguide 30mal hinwies und meinte alle anderen seien langweilige Leuchtturmimitate ("Boring Beacons"). Danach waren wir an der Snelling Beach, wo eine Reisegruppe beim schnorcheln war, die uns freundlicherweise Neoprenanzuege ausliehen, dass wir ebenfalls im kalten Wasser schnorcheln konnten.

      

 

An den letzten zwei Tagen habe wir noch einen Leuchtturm besichtigt ( einen von den Boring Beacons) und versucht zu angeln mit besser gesagt keinem Erfolg. Insgesamt haben wir 650 km auf der Insel heruntergespult und zwar auf sogenannten Highways, die schlechter befestigt sind als unsere Feldwege in Neuffen. wir wurden also ordentlich durchgeschuettelt.

  

Great Ocean Road

Montag, 18.04.2011

Sind am 1.April aufgebrochen Richtung Great Ocean Road, die westlich von Melbourne an der Kueste entlang in Torquay (Tortuka) beginnt und in Warrnambool endet. Die Strecke ist 250 km lang sehr kurvenreich und wunderschoen, da auf ihrer Strecke viele schoene und bekannte Sehenswuerdigkeiten liegen.

Wir waren in Kennet River, wo wir  Koalas beobachtet haben, im Rainforest Ottawy, am Erskine waterfall, sind die Gibson Steps hinunter an den Strand gegangen und natuerlich die 12 Apostels besichtigt und vieles andere mehr.

Leider waren die Grampians ein grosser National Park, mit 4WD Stecken wie geschaffen fuer unser Auto und tollen Wanderwegen, wegen Ueberflutungen und Buschfeuer gesperrt. Wir haben einfach kein Glueck mit dem Wetter hier, was uns zeitweise dann auch richtig auf die Nerven ging und sich schlechte Stimmung ausbreitete. Wir koennen uns gut gerne auch die Katastrophentouristen nennen (Ueberflutungen, Buschfeuer, Zyklone und was die Natur sonst noch so zu bieten hat).

 

Dafuer wurden wir dann mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang bei Long Beach belohnt. Dort konnten wir sogar mit unserem Gelaendewagen direkt an den Strand fahren und ein wenig spielen. Sind dann auch gleich zwei Tage geblieben und waren Schnorcheln und Krabben jagen und zwar erfoolgreich.

Lilydale Lake

Mittwoch, 30.03.2011

6.Maerz bis 31 Maerz

Nach unserem 1 wöchigen Entspannungsurlaub im Resort sind wir durch Zufall 40 km nördlich von Melbourne am Lilydale Lake gestrandet. Eigentlich wollten wir dort nur fuer eine Nacht bleiben, aber da ca. 60 andere Backpacker mit ihren Autos dort mehr oder weniger illegal campierten blieben wir fuer 3 Wochen.

Melbourne Melbourne

War ne super schoene Zeit dort und haben viele nette Leute kennengelernt. Kadu, Lina und Iwo aus Estland, von denen wir ein wenig Unterricht in Estlaendisch bekommen haben. Dann war da noch Nathen aus Canada, der den Parkplatzfriseur machen musste, weil er der einzigste mit Rasierer war. Graham, Adam und Rachel drei Iren, die eigentlich immer besoffen waren, was aber sehr Unterhaltsam war, weil Rachel auch ein bischen deutsch konnte und ihre 10 Saetze immer wieder zum besten gab. Am besten war jedoch Joerg ebenfalls aus dem Schwabenland, ein feiner witzger Kerl der gerne deutsche Schlagerhits und Weihnachtslieder sang. Auf dem Parkplatz waren auch viele Franzosen aber die meisten wollten nichts von uns Wissen ausser Bob und Morgan mit denen wir zusammenarbeiteten und Michael, der uns das haertesten Trinkspiel der Welt "The story of Captain Blum" beibrachte. Homers Geburtstag feierten wir mit 20 Freunden vom Lilydale Lake in einem Nationalpark, wo wir keinen Handyempfang hatten. Trotzdem ein Dankeschoen an alle die versucht haben mich anzurufen, um mir zu gratulieren.

Geburtstag Geburtstag 6 DosenstubbyHamock chair

Unseren ersten Job dort im Birnenpflucken hatten wir nach einem Tag wieder an den Nagel gehaengt, weil wir uns nicht sicher waren, das wir unser Geld bekommen und uns am naechsten Tag ein kleiner Chinesen Zwerg angeschnauzt hat und wir nicht mal wussten waer das war. Nachher hat sich rausgestellt, das genau der Typ uns bezahlen sollte, was er auch gemacht hat aber da hatten wir schon gekuendigt. das stellte sich spaeter auch als eine weisse Entscheidung heraus.

Wir bekamen einen Job im Grape-Business ( Traubenpfluecken) bei Ben (The grapefather). Und weil wir uns in den ersten zwei Tagen richtig reingehaengt haben, wurde das mit dem Jackpot belohnt. Wir durften fuer das Weingut Yarra Yering arbeiten, was eines der 100 besten der Welt ist. Die meisten anderen Backpacker mussten unter staendiger Beobachtung und gebruell arbeiten, das Sie schneller arbeiten sollten und bei uns war es das genau gegenteil. Die wollten nur die besten Trauben und sie sagten das wir uns Zeit nehmen sollten fuer die Arbeit. Ausserdem bekamen wir Aepfel, Birnen, Orangen, Kuchen, Pralinen, Tomaten und Kaffee in den Pausen. Und am Wochenende gab es immer Wein, wo die Flasche zwischen 80 und 100 Dollar kostet. Einmal gab es einen Pinot Noir von 1976, ganz edles Troepfchen.

Na ja wir hatten viel Spass bei der Arbeit, da gab es zum beispiel die taegliche Traubenschlacht mit fauligen Trauben (Deutschland gegen Frankreich) bis Helen unsere Supervisor meinte, das wir doch aus dem Alter raus sein muessten und wir aufhoeren sollten zu spielen. Ausserdem hat Homer zum Schluss an alle Mitarbeiter nur noch auf die Schippe genommen, weil er dann den Mitarbeitern, welche schon 30 jahre auf dem Weingut arbeiten erklaert hat was sie zu tun haetten und wie. "Helen und George keine Laub in die Eimer schmeissen, faulige Trauben auf den Boden werfen und das ist die Reihe, wo die Eimer hingestellt werden. "

Das Problem war nur, das wir meistens nur 3-4 Tage in der Woche arbeiten konnten, wegen dem beschissenen Wetter und so haben wir entschlossen am 1 April wieder weiterzufahren und zwar mit Ilia aus Deutschland und Emeric aus Frankreich.

Schwaebische Woche im Luxusresort

Mittwoch, 23.03.2011

26.februar-5.Maerz

Nach unertraeglichen Strapazen mit unseren Gelbfuessla Maedels und der staendigen Ein- und Ausladerei der Campingausruestungn in unseren Wagen, konnten wir endlich unser Wohnstudio im Nepean Country Club beziehen.

Das Resort war echt spitzen Klasse, unsre Wohnung hatte alles, was unser Auto nicht hat. Endlich konnten wir in getrennten Betten schlafen, jeden Tag leckeres schwaebische Essen kochen (Linsen und Spaetzle, Schnitzel mit Kartoffelsalat, gefuellte Pfannenkuchen). Wir konnten jeden Tag warm duschen uns in den Whirlpool setzen, Tennis und Minigolf spielen und uns im Fitnessraum austoben. Ausserdem war es auch mal wieder schoen einfach im Bett zu liegen und TV zu schauen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Axel's Onkel für die Woche im Nepaean County Club.

Natuerlich haben wir auch wieder an unserem Auto geschraubt und einige Sachen verbessert, was die anderen Urlauber etwas verwirrt beobachtet haben. "Im Urlaub arbeiten sind die wahnsinnig, nein wir sind Schwaben."

Und da man als Backpacker etwas dreist sein muss, haben wir unser Werkzeug (Akkuschrauber und Stichsaege) ein wenig Ueberbeansprucht. Bessergesagt wir haben es einem schwaebischen Dauerbeslatungstest unterzogen und ein wenig damit herumgwaltiert. Dann haben wir einfach das Werkzeug im Baumarkt zurück gegeben und unser Geld wiederbekommen. Selber schuld wenn sie keine Gräte zum ausleihen haben!

Flädlessupp

Fortsetzung Roadtrip to Melbourne

Mittwoch, 23.03.2011

Die nächste Station sollte heißen Walhalla, eine alte fast verlassene Goldgräberstadt und gleich danach in den berühmten Wilsons Promotory Nationalpark. Wir haben diese Rechnung aber ohne unsere Wasserpumpe gemacht, denn die hatte ab Lakes Entrance keinen Bock mehr zu Pumpen (zum Glück dort und nicht in der Pampa). Mit unserem angeschlagenen Karren sind wir dann erstmal zu zwei Werkstätten gefahren die uns beide erklärten das sie total ausgebucht sind und es mind. eine Woche dauern würde um es zu reparieren. Wir haben dann doch noch eine Werkstatt 15km ausserhalb (ausserhalb heisst drei Häuser und eins davon ist die Werkstatt) gefunden. Aus diesem ungewollten, dreitägigen Zwischenstopp haben wir dann halt das beste gemacht und uns in Lakes Entrance herumgetrieben. Das blödeste daran war, dass die Zeit nicht mehr gereicht hat um in den Wilsons Promotory Nationalpark zu gehen.

Lakes Entrance

 

Als naechstes sind wir dann nach Walhalla gefahren, ein Stadtchen wie aus einem Western. Zu Hochzeiten war es einmal die reichste Stadt Australiens und es lebten hier mehere tausend Menschen, heute noch acht dauerhaft, der Rest kommt nur zum Arbeiten. Wir nahmen an einer Führung in eine alte Goldmiene teil, bei der man uns erklärt und auch noch gesehen hat wie Sie früher Gold abgebaut haben. Das war kein Spass Freunde..(12 Stunden jeden Tag bei 50 Grad in 1 Meter hohem Vekalienwasser und das war nicht mal das Schlimmste). Wir haben auch noch den Friedhof besichtigt, indem immer noch Gräber von z.T. 1896 und dem Anfang des 19 Jahrhunderts bestehen..

Wallhalla  Feuerwehrsprtitze Walhalla     

Anstatt des National Parks sind wir dann zurueck an die Kueste gefahren nach Cape Paterson, wo wir dann an einem  einsamen Parkpkatz unser Lager aufgeschlagen haben.
Unser Campingplatz lag an einer schoenen Kuestenstrasse mit vielen schoenen Aussichtspunkten, einer mit dem Namen "Eagles Nest". An einem Strand mit schoenen Riffs und einem in den den Fels gehauenen Schwimmbecken haben wir dann gebadet und mit kleinen Kindern etwa 2 Stunden damit verbracht ihre Lehrer nass zu spritzen.

Am naechsten Tag sind wir dann nach Martha gefahren, dass etwa 70 km vor Melbourne liegt. Dort sind wir dann am naechsten Tag von der Polizei beim Wildcampen erwischt worden. Der Polizist war aber locker drauf und hat fuer uns gleich eine Aussrede parat gehabt, den er meinte im Staat Victoria ist das nicht erlaubt und unser Auto ist in New South Wales angemeldet, aber Wildcampen ist in Australien generell nicht erlaubt.

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